Hier wird kurz und knapp die grundlegende Funktionsweise einer Suchmaschine erklärt, und was ein Suchindex und eine Search-engine sind.
Stellen Sie sich eine riesige Bibliothek vor, die Milliarden von Büchern enthält, aber ohne jegliche Ordnung. Weder sind die Bücher in irgendeiner Form sortiert, noch gibt es einen Katalog oder eine Kartei der Bibliothek. Wenn Sie ein bestimmtes Thema suchen, müssten Sie jedes einzelne Buch durchblättern, was ewig dauern würde.
Eine Suchmaschine funktioniert wie ein extrem effizienter Bibliothekar, der diese Aufgabe für Sie übernimmt.
Bevor Sie überhaupt eine Frage stellen, hat dieser „Bibliothekar“ bereits jedes Buch gelesen und einen gigantischen Karteikasten – den Suchindex – erstellt. In diesem Index ist nicht das ganze Buch gespeichert, sondern eine präzise Liste aller wichtigen Begriffe und der Seiten, auf denen sie vorkommen.
Wenn Sie nun etwas suchen, schaut die Maschine nicht im chaotischen Bücherregal nach, sondern blitzschnell in diesem sortierten Karteikasten.
Das Ergebnis ist eine geordnete Liste der passendsten Treffer, die Sie sofort zu den gesuchten Informationen führt. Der Suchindex ist also das Geheimnis der Geschwindigkeit: Er verwandelt das unmögliche Unterfangen, das gesamte Internet live zu durchsuchen, in einen schnellen und einfachen Blick in eine vorbereitete Datenbank.
Wie funktioniert das Genau?
Der oben beschriebene Prozess läuft in drei einfachen Schritten ab, die komplett im Hintergrund geschehen, bevor Sie überhaupt etwas eingetippt haben.
Zuerst schickt die Suchmaschine kleine Software-Roboter, oft „Crawler“ genannt, los. Diese Roboter folgen Links von einer Webseite zur nächsten, ähnlich wie Sie von einem Buchkapitel zum nächsten blättern würden, und sammeln den Textinhalt jeder besuchten Seite. Danach wird all dieser gesammelte Inhalt nicht einfach nur gespeichert, sondern in einen riesigen, hochsortierten Katalog, den sogenannten Index, eingetragen.
Wenn Sie schließlich eine Frage eingeben, greift die Suchmaschine nicht live auf das Web zu, sondern durchsucht blitzschnell diesen vorbereiteten Index. Ein komplexer Algorithmus – eine Art mathematische Bewertungsregel – entscheidet dann in Millisekunden, welche Seiten am relevantesten für Ihre spezifische Frage sind und sortiert die Ergebnisse entsprechend von „am passendsten“ bis „weniger passend“. Die Suchmaschine liefert Ihnen also keine rohen Daten, sondern eine kuratierte, nach Qualität und Relevanz geordnete Antwortliste.
Einfach erklärt
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Auf welchen Suchindex greift meine Suchmaschine zu?
Es gibt zwar viele Suchmaschinen im Internet, aber nicht jede erstellt einen eigenen Index. Die beiden Größten, Google von Alphabet und Bing von Microsoft, erstellen jeweils einen eigenen Index. Startpage dagegen greift auf den Suchindex von Google zu, und Escosia auf den von Bing (Microsoft). DuckDuckGo greift auf mehrere Quellen zu und hat in Ansätzen einen eigenen Index erstellt.
Weigehend unabhängig von Google ist Brave Search, die Suchmaschine des Browsers Brave, die mittlerweile einen eigene Suchseite betreibt, sowie der französische Anbieter Qwant. Die deutsche Suchmaschine Good-Search greift auf den Index von Brave zurück.